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Gallien

von den Römern bezeichneter Siedlungsraum der Kelten (lateinisch: Galli)

In modernen geographischen Begriffen gesprochen, umfasste Gallien im Wesentlichen das heutige Frankreich, Belgien, Teile Westdeutschlands (Trier lag in Gallien) sowie Norditalien, also das Gebiet zwischen dem Rhein im Osten, den Alpen und dem Mittelmeer im Süden, den Pyrenäen und dem Atlantik im Westen und Norden. Für die Römer war Gallia (Gallien) der Raum, der überwiegend von Kelten (lat. Galli) besiedelt war.

Die so genannte Völkerwanderung, die gegen Ende des 4. Jahrhunderts nach Christus einsetzte, beendete für Gallien um 400 n.Chr. eine lange Zeit des erneuten Wohlstandes und relativen Friedens als Teil des römischen Reiches. Mit dem Rheinübergang von 406 drangen große germanische Kriegergruppen (Wandalen (auch: Vandalen), Alamannen, Westgoten, Burgunden, Franken) nach Gallien ein.

Im 5. Jahrhundert etablierten die Franken, Burgunden und Westgoten ihre Herrschaft in Gallien, lange Zeit als Föderaten in römischen Diensten, nach dem Zusammenbruch der kaiserlichen Herrschaft dann als faktisch souveräne Reiche. Der letzte Kaiser, der seine Ansprüche in Gallien kurzzeitig durchzusetzen vermochte, war gegen 470 Anthemius.
Noch vor dem Ende des weströmischen Kaisertums 476 zerbrach die römische Herrschaft in Gallien. In Nordgallien operierte um 470 der römische Befehlshaber Paulus, der im Kampf gegen sächsische Plünderer unter Adovacrius fiel. Bis 486/87 hielt sich in Nordgallien noch Syagrius, der Sohn des Heermeisters (magister militum) Aegidius, der nach seinem Zerwürfnis mit der weströmischen Regierung hier einen eigenständigen Herrschaftsbereich errichtet hatte. Syagrius wurde Gregor von Tours zufolge als „König der Römer“ (rex Romanorum) bezeichnet; ob dies zutrifft, ist unklar. 486/87 wurde sein Herrschaftsbereich von Chlodwig I. gewaltsam in das Frankenreich inkorporiert. Chlodwig besiegte 507 auch die Westgoten, womit ganz Gallien bis auf die Mittelmeerküste fränkisch war. Chlodwigs Söhne und Enkel konnten bis 540 dann auch diese Gebiete erobern.
Quelle: Wikipedia

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gallien.txt · Zuletzt geändert: 30.09.2016 13:21 (Externe Bearbeitung)
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