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Für alle Fälle Fitz

FitzFür alle Fälle Fitz

- Die englische Fernsehserie um den Kriminalpsychologen Eddie "Fitz" Fitzgerald -


Wieso lasse ich mir keine Folge (auch nicht bei einer Wiederholung!) von Für alle Fälle Fitz (im englischen Original: Cracker) entgehen ?

Im Mittelpunkt der Serie steht der schwergewichtige Polizeipsychologe Eddie "Fitz" Fitzgerald. Er ist, übergewichtig, vorlaut, raucht wie ein Schlot, trinkt exzessiv und stürzt sein Familienleben durch seine Spielsucht von einer Krise in die nächste. Aber er ist gleichzeitig ein brillianter "Profiler", der einen Täter seziert, bevor er ihn überführt. Von sich selbst sagt er einmal:"Ich rauche zuviel. Ich trinke zuviel. Ich spiele zu viel. Ich BIN zuviel." Fitz ist ein Mensch, der seine Widersprüche auslebt - das macht ihn unbequem, gefährlich, aber dennoch ausgesprochen attraktiv. Fitz selbst ist sich seiner eigenen menschlichen Schwächen bewusst: wie im richtigen Leben sind die besten Psychologen die mit der grössten und schmerzlichsten Lebenserfahrung. Und davon besitzt der wache, energiegeladene, aber auch obsessive Mann mehr als genug.

Die Reihe um diesen Psychologen, der für ein Kommissariat in Manchester in ungewöhnlichen Mordfällen ermittelt, geht weit über gängige Krimigeschichten hinaus. Im Zentrum der Handlung steht nicht das kriminalistische Spiel um die Identität des Täters: den kennt der Zuschauer meist von Anfang an. Vielmehr geht es um die psychologischen Motive, die dem Verbrechen zugrundeliegen. Hier beginnt Fitz' Psycho-Puzzle, und hier beginnt für den Zuschauer das Rätsel, das bis zum Schluss gefangennimmt. Warum sieht ein junges Pärchen im Mord den ultimativen Liebesbeweis? Oder: warum gerät ein rechtschaffener Arbeiter nach dem Tod seines Vaters völlig ausser Kontrolle und plant einen Massenmord?

Von den Indizien ausgehend, erstellt Fitz ein psychologisches Profil des Täters, schätzt dessen weiteres Verhalten ab und versucht, in intensiven Verhören die Schuld der Tatverdächtigen zu beweisen - manchmal aber auch deren Unschuld.

Gleichzeitig steht in allen Fällen, die Fitz auf seine unorthodoxe Art löst, nicht nur die verwundete Seele des Täters im Mittelpunkt. Jeder Täter ist gleichzeitig selbst ein Opfer, jedenfalls in Fitz' Sichtweise. Gleichzeitig betrachtet er die Auswirkungen, die ein Verbrechen auf die Opfer und deren Angehörige hat. Wie wird eine Frau mit dem Trauma einer Vergewaltigung fertig, und welchen Belastungen ist ihre Ehe damit ausgesetzt? Wie geht eine Familie mit dem Sexualverbrechen an ihrem minderjährigen Sohn um? Wenn das Unfassbare geschieht, lehrt Fitz, werden Opfer zu doppelten Opfern - und manchmal auch zu Tätern.

Eine dritte Ebene in dieser Serie sind Fitzgeralds Beziehungsprobleme, die er in seiner Familie, aber auch mit seinen Kollegen hat.
Nach 20 Ehejahren will Judith Fitzgerald nicht mehr mit ihrem exzentrischen Mann zusammenleben. Aber ohne ihn kann sie es aber auch nicht. Beide lernen durch "Seitensprünge" das ganz besondere ihrer langjährigen Beziehung neu kennenzulernen und zu bewerten.
In seinem beruflichen Umfeld trifft Fitz auf Detective Sergeant Jane Penhaligon. Im englischen nennt er sie "Panhandle", im Deutschen wurde daraus "Penthesilea": Königin der Amazonen. Diese bewundert ihn und lässt sich auf ein Verhätnis ein. Fitz jedoch steht nicht dazu, verleugnet es vor seiner Frau, und dennoch bleibt diese erotische Beziehung weder in der Familie noch im Kollegenkreis verborgen. Enttäuscht von Fitz, fühlt sich Jane doch immer wieder von Fitz angezogen.
Mit Detective Sergeant Jimmy Beck führt Fitz manche kritische, harte Auseinandersetzung. Beide nehmen sich gegenseitig nicht ernst (genug): für Beck ist Fitz ein Psycho-Scharlatan, der keine Ahnung von Polizeiarbeit hat, und Fitz sieht in Beck einen Kleingeist, dem der Blick für das Ganze fehlt. Letztendlich hat Beck aber der Brillianz und dem Erfolg von Fitz nichts entgegenzusetzen.
Seine Chefs Bilborough und Wise wissen ihn zu schätzen, aber auch zu fürchten. Sie sind die einzigen, die Fitz' cholerische Anfälle einigermaßen unbeschadet überstehen und ihm unbeschadet widersprechen dürfen.

Interessant darüber hinaus ist, daß auch die Polizisten nie ohne Verwundungen äußerer und innerer Art davonkommen: so wird Chief Inspector Bilborough von einem der interessantesten Täter ermordet; Penhaligon von Beck vergewaltigt, was Beck letztendlich in den Selbstmord treibt. Nicht eben typische Polizistenschicksale in der Fernsehwelt.

Der als Comedy-Star bekannt gewordene Robbie Coltrane verkörpert diese vielschichtige Figur im wahrsten Wortsinne: mit rauhem Charme und unwiderstehlichem Witz.

Mit Marktanteilen bis zu 58 Prozent und durchschnittliche 13 Millionen Zuschauern pro Folge war "Cracker" in Großbritannien ein überragender Erfolg. Ein gleichnamiger Aufguss aus den U.S.A. spottet jeder Beschreibung. Coltrane IST Fitz, ohne Zweifel - da kommt keiner mehr ran!

Das ZDF kaufte die Serie 1994 und sendete die Psychokrimis 1996 Sonntags abends. Am 1. Januar 1998 wurde das Special "Weiße Teufel" gesendet, und im Anschluss daran die gesamte Staffel Dienstags wiederholt. 2001 wiederholten das ZDF (Freitags) und 3sat (Sonntags) die Serie; allerdings ohne das Special, da die Senderechte dafür ausgelaufen sind. Mit "Nine Eleven" kehrte Coltrane 200x nochmals auf den Bildschirm zurück.


FitzAufbauend auf einem deutschen Programmführer von Thomas M. Gmür, dem ZDF-Pressematerial von 1998 und mehreren englischsprachigen "Episode Guides" gibt es hier nun einen
[link] deutschen Programmführer der Serie Für alle Fälle Fitz.
Ferner findet der interessierte Internetsurfer hier:
[link] Stammbesetzung
[in Arbeit!] [link] Profil der Charaktere
[in Arbeit!] [link] Wichtige Szenen (subjektive Auswahl!)
[in Arbeit!] [link] Links

Die Rechte an Cracker und den Charakteren der Serie hat © Granada Television Limited.
Letzte Aktualisierung / last modified: 25.01.2012 [Administrator]
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